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Die Anfänge vor über 100 Jahren
Man musste erst zum Postamt gehen um ein Telgramm aufzugeben,
und ehe man Antwort bekommt, können vier Tage verstreichen.
Das sind die wesendlichen Ursachen dafür, dass sich der
Fernsprecher in kurzer Zeit über die ganze zivilisierte
Welt verbreitet.
So werden schon 1887 die Strecke Berlin – Dresden (230 km) und Berlin – Hamburg
(300 km) errichtet. Die Kosten für den Bau der oberirdischen Linien sind
enorm. So sucht man einen Ausweg in folgender Lösung, was eine Pressenotiz
von 1890 zeigt:
„Die Herstellung eines unmittelbaren Sprechverkehrs zwischen Berlin und
Frankfurt / Oder erscheint gesichert, nachdem die Teilnehmer im genannten Ort
sich verpflichtet haben, jährlich mindestens 15 000 Gespräche oder
werktags mindestens 50 Gespräche auf der geplanten Fernleitung auszutauschen.
Liegt daher die Verbindung im Bedürfnis, so wird auch erwartet werden können,
dass auf der neuen Fernleitung die zu gewährleistende Zahl von Gesprächen
zur Auswechslung kommt und keiner er Verpflichteten etwas nachzuzahlen hat“.
„Neue Wiener Tageblatt“ vom 2 Dezember 1893
„Man kann nicht anders sagen, als dass die gestrige Novität in unserem
Telegraphenamt einen sensationellen Erfolg errang: Das Telphon Berlin – Wien
war ausverkauft, denn schon am Morgen meldeten sich so viele Personen, die sich
mit der deutschen
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Reichshauptstadt in
telephonischen Verkehr setzen wollten, dass den Beamten in
Wien sofort klar wurde, es s unmöglich, auch nur die
Hälfte der angemeldeten Gespräche zu absolvieren.
Es blieb deshalb bei der Telephon-Centrale
an der Börse kein anderer Ausweg übrig, als die
Reihenfolge der Parteien, die sich gemeldet hatten, durch das
Los zu
entscheiden.
Heute im Zeitalter weltumspannender
Glasfasernetze wirken diese Zeilen kurios, wo man mit einem
Mausklick übers
Internet eine Mail an das andere Ende der Welt schicken kann.
Aber auch hier wird dieses Ereignis nur durch das Vorhandensein
eines einwandfreien Leitungsweges vom Teilnehmer auf der einen
Seite, über das globale Weitnetz zum Teilnehmer auf der
anderen Seite erreicht.
Und diese kleine Meile Kabel von Ihrem Rechner oder dem Telefon
zum Kabelnetz der Telekom AG können Sie von mir errichten,
warten oder auch nur prüfen lassen. Wenn Sie vielleicht
eines Tages merken, die versprochenen Leistungsmerkmale
der
Anlage werden nicht erreicht oder es klappt vielleicht überhaupt
nicht, dann legen Sie Ihre Probleme in die bewährten
Hände
eines Fernmeldehandwerkers.
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